Die Ortsgemeinde Raversbeuren liegt in Rheinland-Pfalz im Hunsrück, im Kreis Simmern des Regierungsbezirkes Koblenz.

Die Ortsgemeinde gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg an und grenzt unmittelbar an die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach des Kreises Wittlich und an die Verbandsgemeinde Zell des Kreises Cochem.

Raversbeuren liegt auf einem Hochplateau im nördlichen Hunsrück zwischen der Hunsrückhöhen-
straße und der Mosel in einer Höhe von 420m über NN. In der Nähe des Ortes grenzt der »Flughafen Hahn«.

Raversbeuren wird erstmals in einer Urkunde von 1324 als Ravengirsburen erwähnt, wahrscheinlich als eine Außensiedlung des Kloster Ravengiersburg.
Der Turm der ev. Kirche ist aus dem 13. Jahrhundert, ebenfalls die dort vorhandene kleine Glocke mit Umschrift. 1707 wurde das Langhaus erneuert. Es enthält eine schöne Empore mit Brüstungsfeldern und Malereien aus dem 18. Jh. Die Orgel wurde von der Orgelbauerfamilie Stumm aus Sulzbach gebaut.
1794 wurde der Ort durch die Besetzung des linken Rheinufers von Revolutionstruppen französisch. Auf dem Wiener Kongress 1814 wurde der Ort dem Königreich Preußen zugeordnet. Zeitweise war der Ort nach dem ersten Weltkrieg wieder französisch besetzt. Seit 1947 ist er Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.
Nordwestlich von Raversbeuren wurde 1867 eine römische Villa entdeckt und 1875 vom Rheinischen Provinzialmuseum untersucht und teilweise freigelegt. Der Komplex des Gutshofes, ohne die Nebengebäude, umfasste eine Fläche von 41mx26 m. Mehr als 30 Räume konnten freigelegt werden. Das Wasser wurde schon durch Bleirohre herangeführt. In der spätrömischen Zeit hat der Gutshof noch gestanden.
In Raverbeuren hat sich ein Ziehbrunnen erhalten, der auf das 18. Jh. datiert wird. Die Konstruktion ist den Ziehbrunnen aus der ungarischen Puszta verwandt. Der eigentliche Brunnenschacht ist aus der Zeit des Mittelalters.
Der Hunsrücker Schriftsteller Albert Bauer lebte von 1890 - 1960 in Raversbeuren. Er verfasste Romane, Erzählungen, Gedichte und Theaterstücke. Von der Stadt Düsseldorf wurde er mit dem Immermann-Preis und von der Westmark-Stiftung mit dem Kurt-Faber-Preis ausgezeichnet.
An der Straße von Raversbeuren, nach Briedeler Heck, gibt es Wackensteine (Quarzgänge) zu sehen.